#8: Brandschutz und Denkmalschutz | Im Gespräch mit Prof. Dr. Gerd Geburtig

Shownotes

Wie lässt sich Brandschutz in denkmalgeschützten Gebäuden umsetzen? Welche Herausforderungen und Einschränkungen gibt es bei der Planung von Brandschutzmaßnahmen in historischen Bauten? Wie geht man mit dem Spannungsfeld von Brandschutz und Denkmalschutz um?

Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Geburtig, seit über 30 Jahren Inhaber der Planungsgruppe Geburtig, ist erfolgreicher Fachautor und Dozent. Außerdem ist er als Referatsleiter Brandschutz in der WTA e. V. tätig, engagiert sich in diversen Normungsausschüssen des DIN und lehrt an der Bauhaus-Universität Weimar.

Er spricht in dieser Podcastfolge mit André Gesellchen über die besonderen Herausforderungen bei der Planung von Brandschutzmaßnahmen in historischen bzw. denkmalgeschützten Gebäuden. Die beiden Gesprächspartner klären, wie Denkmalschutz zustande kommt, welche Bedeutung die Recherche in historischen Vorschriften hat und wie die Herangehensweise an Projekte mit denkmalgeschützten Gebäuden ist.

Im Gespräch geht es auch um Spannungsfelder zwischen Denkmalschutz und Brandschutz und wie die Zusammenarbeit mit Denkmalschutzbehörden aussehen sollte. Zudem wird die Wirtschaftlichkeit von Brandschutzmaßnahmen thematisiert und ein Blick auf internationale Ansätze geworfen. Prof. Dr. Gerd Geburtig gibt außerdem spannende Einblicke in seine eigenen Erfahrungen mit Projekten in der Praxis und erklärt, wie wichtig ein kritischer Blick auch für die eigene Weiterentwicklung ist.

Lesetipp: "Brandschutzkonzept: Scharoun-Theater – authentisch saniert" (erschienen in FeuerTrutz Magazin Ausgabe 2.2018) | gekürzter Auszug online: www.feuertrutz.com

Über den Podcast: Chefredakteur André Gesellchen spricht mit führenden Fachleuten über aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungen im Brandschutz. Ob neue Vorschriften, technologische Trends oder bewährte Maßnahmen – wir gehen den Fragen nach, die die Branche bewegen. Sie erhalten spannende Einblicke und praxisnahe Tipps, um Leben zu retten und Sachwerte zu schützen.

In Staffel 2 sprechen wir mit verschiedenen Expertinnen und Experten über den Brandschutz im Bestand.

Werbepartner: Staffel 2 wird unterstützt von der Lindner Group www.Lindner-Group.com - Ihr Partner für ganzheitliche Brandschutzlösungen: www.lindner-group.com/brandschutz

Transkript anzeigen

00:00:02: Hier ist Feuertrutz on Air,

00:00:04: der Podcast

00:00:05: für den vorbeugenden Brandschutz.

00:00:07: Diese Folge wird unterstützt von der Lindner Group, ihrem zuverlässigen Partner für ganzheitliche Lösungen rund um Innenausbau, Gebäudehülle, Gebäudetechnik, Isoliertechnik und Brandschutz aus

00:00:19: einer Hand.

00:00:21: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Feuertrutz on Air, dem Podcast für den vorbeugenden Brandschutz.

00:00:27: Mein Name ist André Geselchen und heute spreche ich mit Professor Gerd Geburtig über denkmalgeschutzte Gebäude und Brandschutz.

00:00:34: Gemeinsam möchten wir beleuchten, wie Brandschutz in historischen und denkmalgeschützten Gebäuden umgesetzt werden kann, welche besonderen Herausforderungen die Planung solcher Maßnahmen mit sich bringt und welche Lösungen es gibt, um die historische Substanz zu erhalten.

00:00:46: Professor Geburtig muss sich wohl niemandem vorstellen, der schon länger im vorbeugenden Brandschutz tätig ist, aber für den Fall der Fälle, dass wir hier Gasteurer haben, tue ich das dennoch gerne.

00:00:55: Professor Dr.

00:00:55: Gerd Geburtig hat den Weimar Architektur studiert und leitet nun seit über dreißig Jahren die Planungsgruppe Geburtig, Architekten und Ingenieure.

00:01:03: Er engagiert sich zu den verschiedenen Normungsgremien des DIN und seit Jahrzehnte als Professor für Brandschutz an der Bauhaus-Universität Weimar.

00:01:16: Zudem leitet er seit Jahrzehnte das Referat Brandschutz der WTA.

00:01:19: Die WTA ist die wissenschaftlich-technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

00:01:26: Professor Geburtig gehört zu den Fachleuten für Brandschutz in Bestandsgebäuden und dem Denkmalschutz, begeistert mit seinen Vorträgen und hat eine ganze Reihe von Fachbüchern zu diesen Themen auch geschrieben.

00:01:35: Aus meiner Sicht haben die alle zwar die falsche Farbe auf dem Cover, aber unter der Oberfläche steckt natürlich dennoch viel Fachwissen und Erfahrung.

00:01:43: Professor Geburt, ich freue mich sehr, dass Sie heute mein Gast sind.

00:01:45: Herzlich willkommen.

00:01:46: Ebenfalls herzlich willkommen natürlich Ihnen das mal.

00:01:49: Danke für die Einladung und herzlich willkommen allen Zuhörerinnen und Zuhörern, egal wo sie uns jetzt gerade sozusagen lauschen.

00:01:57: Ja, Herr Geburtig, mich interessiert zum Auftakt mal so ganz persönlich.

00:02:00: Warum ist der Brandschutz in Denkmal geschützten oder historischen Gebäuden Ihr Thema?

00:02:03: Was interessiert Sie persönlich daran so sehr?

00:02:07: Wahrscheinlich hat es damit zu tun, dass schon meine Eltern sehr viel Wert darauf gelegt haben, sich mit Geschichte zu beschäftigen.

00:02:12: Das hat mich als Kind sehr genervt, aber später weiß man dann ja, warum man das dann irgendwann tut.

00:02:18: Und schon in Urlauben, wenn man unterwegs war, immer wurde geschaut, wo ist eine interessante Kirche, ein historisches Gebäude und so weiter und so fort.

00:02:27: Mein Vater selbst Architekt hat sich damit sehr beschäftigt und hat wohl diese Leidenschaft auf mich übertragen.

00:02:32: Anders kann ich es nicht erklären.

00:02:33: Und dann bin ich an der Universität, sprich der damaligen Hochschule für Architolen, Bauwesen in Weimar, durch den Professor Wirt so richtig darauf geschubst worden.

00:02:42: Er hatte zündende Vorlesungen zum Thema, die uns alle begeistert haben.

00:02:46: Das waren auch die Zeiten, Wo Professorin tatsächlich dafür gesorgt haben, dass wir Studentinnen und Studenten auf den, nicht nur auf den Sitzen saßen, sondern auf den Stufen der Hörsehne, damit haben wir allerdings die Rettungswege verbaut, davon heute gar keine erzählen.

00:03:00: Ja, interessant.

00:03:01: Da muss ich sagen, Respekt vor Ihren Eltern.

00:03:03: Ich habe meine Kinder in diesem Sommer noch durch Venedig geschleppt, voller alter Gebäude, diese Stadt aber... Interesse konnte ich da noch nicht wecken.

00:03:10: Vielleicht legt mir das aber auch.

00:03:11: Es gibt da jetzt offensichtlich ein Vorbild.

00:03:13: Ja, das geht manchmal auch mit Kleiderin-Dingend.

00:03:15: Wie Sie ja wissen, bin ich ja in den sogenannten neuen Bundesländern aufgewachsen.

00:03:18: Und da hatte man nicht ganz so viele Reise in Wirklichkeiten.

00:03:21: Das beschränkte sich dann doch eher auf den Ostblock.

00:03:23: Aber trotzdem sehr interessant.

00:03:25: Glaub ich.

00:03:27: Ja, verraten Sie uns doch vielleicht zum Auftakt einmal ganz grundlegend.

00:03:31: Was macht eigentlich ein altes Haus, sag ich mal, leilenhaft zu einem denkmal geschützten Gebäude?

00:03:36: Das sind die Werte.

00:03:38: die dieses Gebäude sozusagen in sich trägt.

00:03:40: Ich habe kürzlich von einer Kollegin, dass die Isabel Endres einen sehr schönen Satz gehört, die davon spricht und sagt, wir müssen erkunden, welche Talente ein Haus hat.

00:03:50: Also genau genommen ist, dass zum Denkmal werden ein Talent eines Gebäudes.

00:03:55: weil es eben einen baulich räumlichen, einen baukünstlerischen oder einen Memorialwert hat.

00:04:00: Das könnte auch sein, zum Beispiel eine Türklinke, die von Napoleon angefasst worden ist, die selbst gar keinen Wert hat, aber durch das Berühren sozusagen uns Menschen einen Wert vermittelt.

00:04:12: Wenn wir es tatsächlich ein bisschen genauer nehmen, fast schon wissenschaftlich, sprechen wir von Sachen, Sachgesamtheiten oder tatsächlich auch Sachen teilen.

00:04:22: oder am Formwelts.

00:04:23: Also alles, dass es möglich, sprich es kann eben das große Ganze ein Denkmal sein oder nur ein kleiner Teil wie ein Kunstgegenstand.

00:04:31: Wichtig ist, dass es inventarisiert wurde und dazu gibt es in den Ländern entsprechende Denkmalbücher oder Denkmalisten und dort muss dann eingetragen werden und da steht dann genau drinne das und das und das ist ein Kulturdenkmal.

00:04:44: Und wenn Sie jetzt als Brandschützer an einem Bestandsgebäude arbeiten, Sie erkennen das dann an der Plakette oder der Auftraggeber, sagt das in jedem Fall?

00:04:54: Oder wo stoßen Sie spätestens auf die Information dieses Gebäude?

00:04:58: oder sind die Teile im Gebäude im Deck mal geschüttelt?

00:05:00: Ja, bestenfalls macht das natürlich der Entwurzverfasser oder die Entwurzverfasserin, dass die sozusagen sich schon vorher damit beschäftigen.

00:05:08: Wenn wir als Brandschützer greifen ja logischerweise auf alle anderen Teile der Planung zurück.

00:05:13: sollte es mal nicht so sein, oder ist man vielleicht sogar der erste, der an der Planung beteiligt ist, dann ist man aus meiner Sicht verpflichtet, doch wirklich nachzuschauen.

00:05:21: Es gibt doch ganz gute Nachschlagerwerke, zum Beispiel Geo-Ktehio ist so ein Schlagwort, das ist eine Buchreihe, wo man nachschauen kann, die ist mittlerweile auch online verfügbar, das ist sehr, sehr positiv.

00:05:31: Und diese Buchreihe wird von den Landesämtern für Denkmalpflege fortgeführt.

00:05:35: Das heißt, die geben einfach ein, Fahrgestellungen, ob das dann das Gebäude unter Denkmalschutz steht oder nicht, und dann haben sie schon mal die Erstinformationen.

00:05:42: ob ich da mit dem Denkmalschutz sozusagen konfrontiert bin, denn es bedeutet in der Regel ja etwas mehr Schwierigkeit bei der Brandschutzplan.

00:05:49: Jetzt interessiert uns ja heute vor allem dieses Spannungsfeld zwischen Sicherheit und dem Erhalt von Gebäuden.

00:05:55: Welche gesetzlichen Brandschutzanforderungen gelten denn für ein denkmalgeschütztes Gebäude?

00:06:00: Ich gehe mal davon aus, viele werden ja gebaut worden sein, als zum Beispiel ein Brandschutzkonzept nach Bauordnung noch nicht vorgeschrieben war.

00:06:07: Also wenn ich jetzt so in so einem Gebäude bin und habe den Auftrag, das Brandschutstechnisch zu begleiten, ja, auf welche gesetzlichen Anforderungen muss ich da Rücksicht nehmen?

00:06:14: Herr Gesetchen, jetzt muss ich Sie tatsächlich erst mal korrigieren.

00:06:17: Weil das heißt ja nicht Erhalt, sondern Erhaltung.

00:06:21: Wenn wir vom Erhalt eines Gebäudes sprechen, müssen wir es ja erst bekommen, sozusagen per Post.

00:06:26: Also aus meiner Sicht, und ich bin ja ein so genannter Vöretianer, weil ich bei dem schon zitierten Professor Wort studiert habe, also ist es einfach besser, wenn wir von Erhaltung von Gebäuden sprechen.

00:06:37: Nun, aber natürlich ist erstmal die zwingende Voraussetzung, dass jeweilige Denkmalschutzgesetz des Landes.

00:06:43: Also wenn wir mit einem Baudenkmalen mit einem Kulturdenkmal zu tun haben, müssen wir uns an das Denkmalschutzgesetz halten.

00:06:51: Der Föderalismus in Deutschland ist ja die Ursache auch dafür, dass wir nicht nur eine Landesbauordnung haben, sondern auch genauso immer ein Landesdenkmalschutzgesetz.

00:06:59: Und dort steht natürlich drin, dass wir die Baudenkmalen entsprechend zu erhalten haben.

00:07:05: Habe ich nun mit einem jüngeren Baudenkmal zu tun, dann ist es eigentlich gar nicht so schlimm, dann muss ich natürlich parallel mich auch mit den sogenannten zur Errichtungszeit geltenden Vorschriften beschäftigen, sprich beispielsweise mit der Bauordnung des Jahres nineteen Hundert sechsundfünfzig.

00:07:20: Alles was natürlich dann weit vor dem ersten Weltkrieg liegt, also zumindest seit dem Jahr nineteen.

00:07:28: dort wird es dann wirklich dünn.

00:07:30: Aber man findet zum Beispiel historische Bauordnungen auch schon im Mittelalter.

00:07:35: Eine der ältesten, die mir bekannt sind, stammt aus dem elften Jahrhundert für Kiel oder zwölftes Jahrhundert Lübeck.

00:07:41: Das sind so Städte, die schon sehr viel Wert darauf gelegt haben.

00:07:44: Vielleicht kann ich da sogar einen kleinen, interessanten Scherz einbringen.

00:07:48: Lübeck ist eine der Städte, die zweimal abgebrannt sind, bevor sie gegründet worden sind.

00:07:53: Und da hat man gesagt, lass uns doch mal eine Feuerordnung machen und dann die Stadt gründen.

00:07:57: Lübeck ist heute Weltkulturerbe.

00:07:59: Ja, also tatsächlich ist es wichtig, dass man immer wieder schaut, was galt wohl zur der Errichtung des Gebäudes.

00:08:05: Das heißt, erst mal beschäftige ich mich damit, wann ist das Gebäude errichtet worden?

00:08:10: Ich beschäftige mich damit stets, und da denkt man schon zu da nicht.

00:08:13: Und dann ist der nächste Schritt zu schauen, gab es denn vielleicht doch schon zur Errichtungszeit entsprechende Vorschriften des Brandschutzes.

00:08:20: Und natürlich bei allen neueren Gebäuden, sag ich mal zumindest so ab der zweiten Hälfte des Im neunzehnten Jahrhunderts finden wir das, schaut man auch ruhig mal in der Archive und findet durchaus historische Baugenehmigung.

00:08:35: Jetzt gibt es ja auch noch Bestandsschutz, also für Gebäude, die einmal genehmigt wurden, gilt ja ja im Prinzip, wie verhält sich das zum Denkmalschutz?

00:08:43: Ist das so eine Art Bestandsschutzdeluxe?

00:08:44: Kann man eigentlich schon sagen.

00:08:46: Auf jeden Fall durch diese berühmte Eintragen in einem Denkmalbuch oder der Denkmalliste.

00:08:51: Das ist wie der Landesrecht, deswegen habe ich jetzt beide Begriffe genannt.

00:08:54: Die werden jetzt im Allgemeinen auch schon online tatsächlich verfügbar, die Länder werden da wirklich immer besser.

00:09:00: Und wenn ich dann also dort reinschaue und finde tatsächlich die bauliche Anlage, das Gebäude oder eben den Teil dieses Gebäudes, dann habe ich dafür erstmal einen Bestandsschutz.

00:09:10: Die Krux ist aber leider geschütztes damit erstmal nur die Substanz.

00:09:14: Denn ob ich nun in dem Gebäude trotzdem eine Versammlungsstätte haben darf oder nicht, hängt natürlich davon ab, ob eine Gefahrensituation besteht.

00:09:23: Selbst wenn es schon mal genehmlich sein sollte.

00:09:26: Sie finden beispielsweise eine Genehmigung aus dem Jahr eighteenhundert, zweiundneutzig.

00:09:30: Es gab damals sogar schon eine Versammungsstättenverordnung im Sinne der heutigen Musterversammungsstättenverordnung.

00:09:36: Und vielleicht wurde das Gebäude auch genehmigt.

00:09:38: Und diese Versammungsstättenverordnung, die galt ab eightundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund

00:09:58: Gut, also natürlich der Schutz des Bestandes hat irgendwo Grenzen, wenn wirklich Gefahr im Verzug ist.

00:10:05: Das löst ja auch manchmal Projekte aus in Bestandsgebäuden.

00:10:09: Und was mich jetzt interessiert, wenn ein Brandschutzplaner mit so einem Gebäude befasst ist.

00:10:15: Gibt es denn da bei all der Individualität der Gebäude im Bestand, gibt es da trotzdem Verstandards oder Leitfäden, an denen man sich orientieren kann?

00:10:23: Was habe ich da als Werkzeuge an der Hand?

00:10:27: Die gibt es durchaus.

00:10:28: Also zunächst tatsächlich historische Handwerksvorschriften.

00:10:31: Es gibt hervorragende Bücher über das Zimmermannshandwerk, auch zur Vermauerung von Natursteinen oder auch von künstlichen Steinen, die man immerhin schon seit dem achtzenden Jahrhundert so eine Art genormt hat.

00:10:47: Das war keine Diennorm, aber es gab es dort tatsächlich unter anderem preußische Vorschriften im Sinne einer heutigen Norm.

00:10:55: Und dann aktuell kann ich sehr empfehlen, dass Arbeitsheftreizend der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in den Ländern, kurz VDL genannt.

00:11:05: Kann man auch ganz einfach eingeben, VdL.

00:11:07: und schon kommen Sie auf die Internetseite.

00:11:09: Dort ist dieses Arbeitsheft-III Brandschutz im Baudenkmal verfügbar.

00:11:13: Sie haben ja freundlicherweise schon die WTA genannt, die so ein etwas sperrigen Namen hat, nämlich die Wissenschaftliche, Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.

00:11:24: Bei dieser gibt es mittlerweile drei Merkblätter und zwei ganz brandaktuelle Merkblattentwürfe, die ich ja auch bei Ihnen beim Feuertruz Kongress vorstellen durfte, hat auch ein großes Hallo gefunden.

00:11:37: Diese Entwürfe kann man sich sogar kostenlos downloaden auf der Internetseite der WTA und es gibt wirklich ganz gute Fachliteratur.

00:11:45: Und da möchte ich unbedingt meinen Kollegen Stefan Abel nennen, der aus ihrer Sicht ja das richtige Label des Buches schon hat, sprich im Feuertrucksverlag erschienen sind.

00:11:54: Sehr, sehr gute Bücher.

00:11:55: Mein geschätzter Kollege Silvester Karwart hat sehr interessante Bücher zum Thema geschrieben und ein Paar stammt ja auch von mir.

00:12:02: Also da lohnt es sich auf jeden Fall nachzuschauen.

00:12:05: Aber es gibt eben keine Normen.

00:12:07: Da sind wir erst dran.

00:12:08: Geplant ist tatsächlich eine europäische Norm zum Thema Cultural Heritage Buildings.

00:12:15: Aber ich sage Ihnen ganz ehrlich, wir hatten gerade vor kurzem eine Sitzung, das wird noch bis zwanzig, dreißig sich hinziehen.

00:12:23: Werbung.

00:12:24: Die Lindner Group steht für vorbeugenden Brandschutz aus einer Hand, der Gebäude und Menschen schützt.

00:12:30: Das Motto der Experten für integrierte Brandschutzlösungen, hundertprozent sicher, hundertprozent Lindner, damit es gar nicht so weit kommt.

00:12:39: Als Komplettanbieter begleitet Lindner ihr Projekt von der Planung über den Bau bis zum Betrieb mit individuellen geprüften und zertifizierten Brandschutzlösungen für Büro- und Industriegebäude.

00:12:52: Lindner Ihr Partner für ganzheitlichen Brandschutz.

00:12:58: Aber interessant, dass man da auch auf der Ebene dran arbeitet.

00:13:00: Das wusste ich gar nicht.

00:13:01: Noch mal interessanter Fakt.

00:13:04: Jetzt gehen wir doch mal ein bisschen ins Detail.

00:13:05: Wo sehen Sie denn so die größten Konfliktfelder zwischen den Anforderungen des Denkmalschutzes und den brandschutztechnischen Vorgaben?

00:13:12: Und haben Sie vielleicht ein paar Beispiele für uns, wo solche Konfliktlinien typischerweise verlaufen?

00:13:17: Ja, leider habe ich da relativ viele.

00:13:19: Man muss jetzt schauen, dass ich jetzt nicht zu weit ausschweife.

00:13:22: Wir

00:13:22: haben ja Zeit.

00:13:23: Ja,

00:13:23: auf jeden Fall ist es so, dass wir natürlich bei den historischen Gebäude kaum Klassifikationsnormen im heutigen Sinne haben.

00:13:31: Alle, die uns jetzt zuhören und Brandschutzfachleute sind, wissen sofort, wenn ich dien, einundvierzig, null zwei, Teil vier sage, was gemeint ist.

00:13:38: Das ist eine Art Klassifikationskatalog, wie wir heute aktuell moderne Baustoffe und Bauteile.

00:13:44: Klassifizieren.

00:13:45: Das gibt es aber tatsächlich erst seit dem Jahr neunzehnundvierunddreißig.

00:13:50: Sprich alle noch davor gebauten Gebäude und von denen haben werden doch durchaus viele in der Bundesrepublik.

00:13:57: Dort kann ich wieder nur in diesen historischen Zimmermanns, Mauerwerks, Handbüchern etc.

00:14:03: nachschauen.

00:14:04: Ich finde dort auch einiges.

00:14:07: Aber eben nicht im Sinne der heutigen Norm.

00:14:09: Und wenn ich mich jetzt leider und da möchte ich wirklich nicht nur die zuständigen sogenannten prüfenden Stellen wie Bauaufsichten sozusagen in die Verantwortung nehmen.

00:14:20: Das fängt schon bei uns Brandschutzplanerinnen und Brandschutzplanern an, dass wir dann nicht das Ziel aus dem Auge verlieren und nur nach solchen Vorschriften suchen, sondern eben, ich greife auf den Begriff von vorhin zurück, die Talente entdecken.

00:14:36: Und dann zwar im Abgleich mit den heutigen Vorschriften analysieren, an welchen Stellen das Bauwerk nicht mehr so funktioniert oder übereinstimmt und an welchen doch, dass man das sozusagen heran nimmt, um zu finden, was kann das Gebäude, obwohl es nicht heutigen Vorschriften entspricht.

00:14:54: Das ist eigentlich die besondere Herausforderung, dass man sozusagen erkennt, was kann das Gebäude, obwohl es nicht heutigen Vorschriften entspricht.

00:15:04: Trotzdem wird es ja so sein, dass diese Gebäude auch manche Dinge nicht können, wo sie als Brandschützer sagen, das muss es jetzt aber können.

00:15:11: Ich denke zum Beispiel an Rettungswege, die Auslegung von Rettungswegen, haben sie da noch mal so typische Punkte, wo sie sagen, das sehe ich eigentlich häufig in denkmal geschützten Gebäuden, dass das so ein Knackpunkt ist, wo wir heute sagen würden, das müsste man baulich anders lösen.

00:15:29: Es lässt sich aber hier schwierig umsetzen, ohne den Charakter des Gebäudes zu verändern?

00:15:35: Ja, das ist natürlich insbesondere die Brennbarkeit von Baustoffen.

00:15:39: Wir haben ja oftmals brennbare Treppen, brennbare Treppengeländer, auch brennbare Bauteile, die nicht bekleidet sind wie Holzbalkendecken in Gebäuden.

00:15:48: Das ist natürlich etwas, was insbesondere die Feuerwehr sehr stark umtreibt, weil natürlich eine solche Brennbarkeit bei einem Brandfall sich durchaus verheerend auswirken kann.

00:15:59: Insbesondere auf Rettungswege, wie Sie das schon erwähnt haben.

00:16:02: Aber es kommt doch dazu, wir haben teilweise zu schmale Treppen.

00:16:05: Wir haben gewendelte Treppen.

00:16:07: Da kommt der Arbeitsschutz mit ins Spiel.

00:16:09: Es geht ja dann nicht nur darum, ob jemand sozusagen sterben würde bei einem Brandfall, was wir natürlich unbedingt vermeiden wollen.

00:16:15: Aber es kann ja auch eine Verletzung entstehen, die aber arbeitsschutzrechtlich natürlich nicht gewollt ist.

00:16:21: Also diese Dinge sind tatsächlich vermehrt Probleme.

00:16:25: bei historischen Gebäuden, aber wenn wir jetzt mal moderne Baudenkmale nehmen, gibt es sowas anderes wiederum, nämlich dass wir sehr offene Treppenhäuser haben, die dann keinerlei Abtrennung im Sinne eines Treppenraums, die die Bauordnung haben möchte, verfügbar haben.

00:16:41: Das sind so ganz eklatante Probleme, die man hat und die sind auch viel wichtiger als zum Beispiel ein mangelhafter Feuerwiderstand.

00:16:49: Nur weil ich gegenüber der heutigen Vorschrift diesen mangelhaften Feuerwiderstand habe, muss ich eben nicht gleich ein Problem auftreten, was mich zur Nachrüstung führt.

00:16:58: Aber wenn es um Rettungswege geht, da wird es natürlich eklatant.

00:17:02: Und da muss man natürlich auch einschreiten, selbst wenn das denkmalfähigere Herz dann hoch schlägt.

00:17:07: Die Frage ist natürlich, ob was das Richtige ist.

00:17:11: Muss ich dann zwangsläufig diese Treppe meinen Wegen entfernen oder begleiten?

00:17:16: Oder muss ich vielleicht auch mal nachdenken, gemeinsam mit der Bauherren schafft?

00:17:20: Ist das die richtige Nutzung für das Denkmal, die wir vorhaben?

00:17:24: Und da kommt noch mal ein Spiel, das manchmal auch die falsche Rangehensweise seitens der Bauherren oder auch der Planer sozusagen im Raum steht, dass man nicht rechtzeitig vor einer eventuellen Überforderung warnt.

00:17:39: Und da verstehe ich dann auch Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger, die sagen, muss das denn sein?

00:17:43: muss dann in diesem Gebäude unbedingt eine Disco.

00:17:45: Da habe ich natürlich ein komplett veraltetes Wort verwendet.

00:17:49: Wahrscheinlich würde man heute sagen ein Club sozusagen da drinnen stattfinden.

00:17:53: Das berühmte, ganz interessanten Punkt, den ich für heute auch auf dem Zettel hatte und zwar interessiert mich, wie gestaltet sich denn so typischerweise die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Denkmalschutzbehörden?

00:18:06: Sehen die sie jetzt als Brandschützer?

00:18:10: als ein Verbündeten, weil sie nun mal sind.

00:18:11: Jemanden sind, der dafür sorgen will, dass das Gebäude vor den Flammen geschützt wird.

00:18:17: Oder sehen die sie eher als Bedrohung, weil sie befürchten am Ende, schlagen sie vor, da eine hässliche Außentreppe an das Gebäude zu setzen oder alle schönen alten Holztüren durch moderne Brandschutztüren zu ersetzen.

00:18:30: Wie ist da dieses Spannungsverhältnis?

00:18:32: Ist das ein Miteinander oder knirrscht das auch?

00:18:36: Ich sag mal so, in Fakt.

00:18:37: gangeren Zeiten, ich sage mal so zehn Jahre Minus, war es fast immer Letzteres.

00:18:43: Das war der Brandschützer, war der Bösewicht, der Gebäude etwas ganz ganz Schlimmes antun will.

00:18:49: Das hat sich, glaube ich, und das fühle ich auch wirklich, das ist auch nicht nur ein Gefühl, das ist eine Wahrnehmung, die real ist.

00:18:56: Ich glaube, wir sehen uns zukünftig oder zunehmend als Verbündete.

00:19:01: Natürlich sind wir alles nur Menschen und diese Konflikte gehen dann ja seltener.

00:19:07: vom Bauwerk selber aus, als durch Menschen, die daran beteiligt sind.

00:19:11: Also das ist eine Wahrnehmung, die ich doch immer wieder habe, wo ich mich auch an die eigene Nase fassen muss, weil sicherlich man auch die Kommunikation einfach mal falsch beginnt und der wär's ganz gut zu sagen, Resett, lass uns noch mal von vorne beginnen.

00:19:24: Also letztendlich ist das aller, allerwichtigste, dass man sich gegenseitig wirklich ernst nimmt.

00:19:31: Ja, es wird ja immer viel vom Wort Respekt gesprochen, aber das ist hier absolut richtig, dass man die gegenseitigen Schutzinteressen, die man zu vertreten hat, der eine den Denkmalschutz, der andere den Brandschutz und der Nächste hat die Kosten im Blick der Bauherz zum Beispiel, seinen Bestandschutz, dass man das gegenseitig respektiert und erst mal beginnt und sagt, wir sind alle auf einer Stufe.

00:19:55: Gut, wobei derjenige, der die Kosten im Blick hat, für den sind sie als Brandschützer wahrscheinlich doch auch oft jemand, der eine Bedrohung darstellt, oder?

00:20:03: Für den bin ich fast eher manchmal der Bösewicht als für die denkmalprägische Seite.

00:20:07: Das ist wohl richtig.

00:20:08: Aber auch da muss ich ja Empathie erzeugen.

00:20:11: Und das ist ganz wichtig.

00:20:12: Wir Brandschützerinnen und Brandschützer, wir sind da in der Mitte.

00:20:15: Und wir müssen Empathie ausstrahlen in die eine, wir in die andere Richtung.

00:20:19: Wir müssen Verständnis und Sensibilität auch dafür haben, dass eine Bauherrin ein Bauherr nicht endlos Geld hat.

00:20:26: Aber genauso müssen wir Empathie entwickeln für diese Werte.

00:20:30: für den ich ja vorhin auch sprach.

00:20:31: Und wenn es eben die Dürrklinge ist, die ein berühmter Mensch angefasst hat, dazu brauche ich natürlich geschichtsbewusstsein, auch ein gewisses Sendungsbewusstsein.

00:20:40: Und ich glaube, die Kunst liegt darin, dass man dann als Brandschützer auf den jeweils vielleicht gegenüberliegenden Seiten einen Perspektivwechsel erzeugt.

00:20:50: Das heißt, wenn ich tatsächlich dem Denkmalschutz nahebringen kann, diese Treppe ist so wichtig, sonst sterben Menschen.

00:20:58: Und ich muss natürlich dem Brandschutz klarmachen, dass es eine so einmalige Tür klinge, die muss jetzt nicht durch einen Notausgangsverschluss ersetzt werden, da gibt es vielleicht andere Möglichkeiten.

00:21:08: Und dem Bauherren muss man vermitteln, dass er einfach ein ganz, ganz tolles Gebäude mit ganz vielen Talenten hat, für das es sich lohnt, auch durchaus auch mal etwas mehr Geld rauszugeben.

00:21:18: Vielleicht haben Sie da auch persönlich gute Karten, weil man merkt ihn hier an, auch heute im Gespräch wie, dass Sie mit dem Herzen auch dabei sind, wenn es um historische Gebäude geht.

00:21:30: Ich glaube, da wird man Ihnen das auch abnehmen, dass Sie nach einer guten Lösung suchen und jetzt nicht nur mit der Perspektive des Brandschützers und der Sicherheit an die Dinge herangehen.

00:21:39: Ich glaube, das hilft wahrscheinlich auch weiter.

00:21:41: Ja, genau, das ist wirklich das, was ich auch immer wieder verlange.

00:21:46: Auch in Seminaren, den wir dieses Thema besprechen.

00:21:49: Da merke ich das immer wieder, dass Brandschützerinnen und Brandschützer dort auf einen zukommen und da sozusagen Fragen und gerne noch mal eine Liste hätten.

00:21:57: Und ich kann eigentlich nur nur antworten, die Liste gibt es nicht.

00:21:59: Beschäftigt euch mit dem Gebäude, läst darüber, nehmt das Gebäude ernst, nehmt eure Gegenüber ernst und stellt auch mal ein Stück weit vielleicht den Brandschutz nach hinten.

00:22:12: Um dann klar zu machen, dass, wenn man das alles diskutiert, sozusagen die Notwendigkeit dieser neuen Treppe sich fast schon automatisch ergibt.

00:22:21: Und das eigentlich ist immer gut, wenn sozusagen der andere mit einmal sagt, nee, da braucht man eine Treppe.

00:22:27: Das hatte ich mal mit einer Studentin, das war ein fantastisches Gespräch, sie hatte einen Entwurf vorgelegt und ich merkte ziemlich schnell, dass es ein sehr, sehr, sehr, sehr langer Rettungsweg war und das da was fehlt.

00:22:39: Und dann habe ich mit ihr gemeinsam auf den Plan geschaut und habe eben nicht gleich geschimpft.

00:22:43: Das gelingt, wenn ich immer muss ich dazu sagen.

00:22:45: So, ich habe so geguckt und habe gesagt, ja, ja, wo laufen jetzt die Menschen lang?

00:22:49: Und dann beschrieb sie das und mit einmal stockte sie und sagte, so ein Mist, da fehlt eine Treppe.

00:22:57: Und wenn man das schafft, dieser Erkenntnis, das ist dann eigentlich das Beste.

00:23:02: Jetzt haben wir schon gehört, wie es gelingen kann, so mit gegenseitigem Verständnis und Respekt vor den Zielen, die da... jeweilige Partner damit bringt zur Lösung zu kommen.

00:23:12: Aber es gibt doch auch bestimmte Fälle, wo Sie als Brandschützer sagen, hier ist meine Grenze aber wirklich erreicht.

00:23:18: Haben Sie da vielleicht ein Beispiel für uns, wo das sein kann, wo Sie selbst sagen, auch wenn Sie das Gefühl haben, das würde ich zwar auch selber gerne erhalten, was ich hier vor finde, aber dann können wir das Gebäude nicht mehr so nutzen, wie wir es nutzen wollen.

00:23:29: Da ist einfach Schluss mit lustig und den Kompromiss kann ich nicht mehr eingehen.

00:23:33: Ja, das ist klar, klar.

00:23:35: Man muss wirklich sagen, der Denkmalschutz hört dort auf.

00:23:39: Aller spätestens auf, wenn das Leben oder die Gesundheit von Menschen betroffen sein würden.

00:23:45: Das müssen wir wirklich akzeptieren.

00:23:48: Das heißt allerdings beim Baudenkmal nicht zwangsläufig, dass dann das Baudenkmal sozusagen abgerissen werden muss und dass wir zwangsläufig umbauen müssen.

00:23:56: Das bedeutet zunächst, dass das Baudenkmal dann nicht mehr genutzt werden kann.

00:24:00: Für diese Nutzung, die wir beispielsweise vorhaben, zum Beispiel einen Raum für eine Vorlesungsreihe, eine Buchlesung ähnliches, was gerade im Schlössern und Burgen gerne mal veranstaltet wird, weil ich dort eben achtzig Personen in einen Raum reinlassen möchte.

00:24:17: Die Treppe ist aber nur fünfzig Zentimeter breit und die besteht aus Holz und sie hat auch noch unterschiedliche Steigungsmaß.

00:24:23: Da muss ich sagen, die Treppe kann erst mal bleiben.

00:24:26: Wir können vielleicht diesen Bereich musikal nutzen mit einer ganz kleinen Anzahl von Personen.

00:24:32: So was gibt es in Weimar verschiedentlich.

00:24:35: Zum Beispiel, ich sitze ja heute gerade sozusagen in Weimar in Sprechen mit Ihnen.

00:24:39: Und da haben wir das gerade für ein Teil des Goethehauses so vereinbart, weil diese Treppe kann da nicht entfernt werden, weil Goethe ist auf dieser Treppe gelaufen.

00:24:47: Das ist natürlich ein Memorialwert.

00:24:49: Da würden Sie ja sozusagen Weimar die Seele rausreißen, wenn Sie eine Treppe aus einem Gebäude entfernen, die Goethe benutzt hat.

00:24:56: Aber ich kann dann eben nicht eine Vielzahl von Menschen reinlassen.

00:24:58: Und das ist auch der Unterschied.

00:25:00: zu einem nur ganz normalen Gebäude, was nicht unter Denkmalschutz steht.

00:25:03: Dort kann ich mehr verlangen, weil ich da nicht diese Wertschätzung als Gesellschaft diesen Gebäude gegenüber aufzubringen habe.

00:25:11: Aber wie gesagt, ich muss die Reisleine ziehen.

00:25:13: Und das sind in der Regel dann Rettungswege.

00:25:17: Aber grundsätzlich, Menschen dürfen nicht gefährdet werden.

00:25:21: Wir spielen nicht mit dem Leben und der Gesundheit von Menschen, nur weil wir Denkmalschutz betreiben.

00:25:25: Dann müssen wir uns als Gesellschaft daran gewöhnen, dass wir ein Gebäude nur anschauen können.

00:25:29: Aber wir können es nicht weiter nutzen.

00:25:32: Das wäre dann auch wiederum schade.

00:25:33: Aber was mich jetzt auch noch interessiert, vielleicht noch mal zurück zu so Detailösungen, wie oft sind es denn beispielsweise anlagentechnische Lösungen als Kompensation für einen baulichen Mangel, die sie im Denkmal einsetzen, ist das eher die Regel oder die Ausnahme?

00:25:49: Ich sag zum Beispiel, meine Sprinkleranlage, die vielleicht irgendwo einen baulichen Mangel kompensieren soll, ist das häufig eine Lösung?

00:25:59: Die Sprinklanlage hoffentlich nicht mehr, weil wir da ganz andere moderne Möglichkeiten haben.

00:26:04: Aber auf jeden Fall ist es die Anlagentechnik.

00:26:06: Das ist völlig klar.

00:26:08: Aber ich möchte nicht nur die Anlagentechnik nehmen.

00:26:10: Ich möchte mal bewusst ein Wertepaar einbringen.

00:26:12: Also es sind oft mal sogar organisatorische Maßnahmen zunächst.

00:26:16: Das hängt aber von der Nutzung natürlich ab.

00:26:18: Habe ich etwas... wo ich organisatorische Maßnahmen durchführen kann, z.B.

00:26:23: in Schulen, z.B.

00:26:24: in Museen, z.B.

00:26:26: auch in Versammungsstätten.

00:26:28: Es gibt andere Gebäude, gerade auch Wohngebäude, die unter Denkmusschul stehen.

00:26:31: Da kann ich natürlich weniger organisatorisch lösen.

00:26:34: Da werde ich das dann eher anlagentechnisch tun müssen.

00:26:37: Und da gibt es z.B.

00:26:38: natürlich die Brandmeldeanlage, einschließlich eine Alarmierung, die ist natürlich ein Klassiker, weil ich dann sehr frühzeitig merke, es brennt.

00:26:45: Und ich kann dann quasi einen mangelhaften Feuerwiderstand ausweisen.

00:26:50: bzw.

00:26:51: ihn kompensieren, ihn ausgleichen.

00:26:53: Wobei ich das Wort Kompensation gar nicht so gerne mag, eigentlich ist es ja eher, es ist dann eine notwendige Brandschutzmaßnahme, um das Defizit auszugleichen.

00:27:01: Ja, weil das Wort Kompensation finden wir so im Bauordnungsrecht nicht, deswegen tue ich mich da ein bisschen schwer.

00:27:06: Aber auf jeden Fall Brandmeldanlagen, auf jeden Fall auch so Druckbelüftungsanlagen, Spülüftungsanlagen, also um Rettungswege von Rauch zu befreien, zumindest für die Zeit der Selbstrettung, In der Zeit, wo praktisch niemand mit Schutzanzug im Gebäude ist und ähnliche Dinge.

00:27:21: Und ganz neu, das heißt so neu sind sie eigentlich auch nicht, aber relativ neu Wasser, Nebel, Löschanlagen.

00:27:27: Die sind eigentlich sehr interessant im Gegensatz zu Sprinkleranlagen, weil sie sehr wenig Wasser nur benötigen und eben auch zum Beispiel zur Sicherung und Rettung beitragen können, indem ein Rettungsweg ausreichend lange sicher ist.

00:27:41: Das kennen wir jetzt zum Beispiel aus brennenden Bibliotheken, was das Feuer nicht beschädigt hat, hat das Löschwasser oder das Wasser, was aus einer Sprinkleranlage dann käme, vernichtet oder beschädigt.

00:27:52: Also klar, das ist vielleicht nicht die beste Lösung, da massenhaft Wasser auf das Inventar zu bringen.

00:27:58: Da gibt es sogar schon aus den nur achtzehn dreißiger Jahren eine hochinteressante Veröffentlichung.

00:28:05: die übrigens den Brand in der herzlichen Anna Amaya-Bibliothek, auf den sie ja gerade so ein bisschen anspielen, schratlos überstanden hat.

00:28:11: Dieses Buch wurde gesichert und hatte weder ein Brand noch ein Wasserschaden.

00:28:15: Und in diesem Buch hat ein Herr Tedeschi darüber philosophiert, was schlimmer sei.

00:28:20: Der Brand in einem Gebäude oder die Maßnahmen und die Löschmaßnahmen, um ein Brand zu verhindern beziehungsweise zu bekämpfen.

00:28:29: Also da war ich richtig quasi geflasht, dass ich, ich habe nicht einmal mit dem Brand damals beschäftigen müssen, sozusagen, war als verständlicher Zeuge der Staatsanwaltschaft dort tätig und finde dort dieses Buch, was eigentlich ein Teil des Schlüssel ist, mit einem Bouting mal richtig umzugehen.

00:28:45: Ja, das ist wirklich eine tolle Alegdote an der Stelle.

00:28:48: Ich würde nochmal interessieren, sehr viel Erfahrung haben schon viele Projekte ja auch begleitet oder da die Herausforderungen gelöst, aus Sicht des Brandschutzes.

00:28:56: Fällt Ihnen da eins, wo Sie sagen, das war eine besonders große... Herausforderung.

00:28:59: und das kurz schildern, was da das Besondere war?

00:29:02: Mein Schwank war so ein bisschen bei solchen Fragen.

00:29:05: Nämlich möchte ich jetzt etwas sagen, was ein ganz altes Gebäude ist, was jeder kennt.

00:29:10: Das sage ich mal das Goethehaus.

00:29:11: Das kennt natürlich nahezu jeder.

00:29:14: Und ich habe schon kurz darüber gesprochen, wenn natürlich dort so ein berühmter Mensch dessen Werke wir alle heute noch schätzen, nach über zwei fünfzig Jahren, ein Gebäude benutzt hat, dann Geht uns das was an, ja?

00:29:25: Fast jeder hatte doch eine Schule, was davon gehört.

00:29:28: Aber auf der anderen Seite versteht das ja jeder.

00:29:30: Viel spannender sind ja die Baudenkmale, wo man es gar nicht erwartet.

00:29:33: Und da würde ich dann doch lieber das Charontheater in Wolfsburg nennen.

00:29:37: Das ist ein Gebäude aus den neunzensechziger, neunzensechziger Jahren, ein Stallbetonbau, wo fast jeder sagt, ja, das ist ein Stallbetonbau.

00:29:46: Wo gibt es da Probleme?

00:29:47: Aber das ist... Ein sehr junges Baudenkmal, ein sehr einzigartiges Baudenkmal, weil dieser berühmte Architekt Hans Charoon leider nur ein Theater hinterlassen hat.

00:29:58: Er hat fantastische Konzerthallen, Museen und was nicht alles hinterlassen, aber nur ein Theater.

00:30:04: Das heißt, eine solche Singularität macht es besonders schwer und dann mit einmal kommen fast schon banale, scheinbar banale Ausstattungsgegenstände wie eine Rettungswegbeschilderung, wie ein Türknopf.

00:30:18: Wie eine Tür, die ersetzbar scheint, wird einmal in den Vordergrund.

00:30:23: Und das dann zu erhalten und vor allem allen Beteiligten zu vermitteln, wie wichtig das ist, das ist dann echt schwierig.

00:30:29: Und da sind wir wirklich besonders stolz, glaube ich, auf dieses Objekt.

00:30:32: Da sind also mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Büros ganz, ganz toll tätig gewesen.

00:30:38: Und was uns natürlich auch gefreut hat, wir haben tatsächlich den Feuerschutzpreis, Randschutzkonzept des Jahres,

00:30:45: Ich wollte auch gerade sagen, da klingelt was bei mir, kann mich gut erinnern.

00:30:48: Das haben Sie dann auch ausführlich im Feuertutzmagazin vorgestellt.

00:30:52: Das Projekt, das können die Abonnentinnen und Abonnenten, die uns da gerade zuhören, natürlich auch im Archiv nachlesen und sich das dann nochmal genauer anschauen.

00:31:02: Das war wirklich ein tolles Projekt.

00:31:04: Da kann ich mich gut daran erinnern.

00:31:06: Mich würde noch interessieren, wie stets um die Wirtschaftlichkeit, wenn wir über Brandschutz und Baudenkmal reden.

00:31:14: sind die Maßnahmen dort immer teurer als in anderen Gebäuden, also jetzt normale Bestandsgebäude oder wenn sie Neubau planen, wo liegen da so die Kostentreiber?

00:31:26: Das sind nicht die Maßnahmen selbst, die die Kostentreiber müssen.

00:31:30: Ich bin der Überzeugung, dass eigentlich der falsch verstandene Brandschutz eher der Kostentreiber ist.

00:31:38: Das kann nochmal eine sozusagen Übervorsorge sein, dass man denkt, besonders viel hilft auch viel.

00:31:44: Es ist eigentlich ähnlich wie bei einem Medikament oder bei einer Behandlung durch die Physiotherapie.

00:31:52: Ich kann ja nicht erwarten, dass alles mit einmal ganz viel hilft.

00:31:56: Ich brauche auch eine gewisse Zeit.

00:31:58: Das geht schon los beim entwickeln des Verständnisses für das Gebäude.

00:32:03: Und je besser ich diese Grundlagen im Kopf habe, umso eher werde ich auch wirklich wohl dosierte Maßnahmen finden.

00:32:11: Und da bin ich immer ganz gerne doch bei den berühmten Architekten Mies van der Rohe.

00:32:17: Das muss ich natürlich jetzt einbringen, als jemand, der in Weimar studiert hat.

00:32:21: Wir haben das schon immer gelernt, wie er so schön sagte, let's es moor.

00:32:24: Ist ja ein Widerspruch.

00:32:26: Weniger ist mehr.

00:32:27: Das kann da gar nicht sein.

00:32:28: Weniger ist weniger und mehr ist mehr.

00:32:30: Aber das gilt für den Brandschutz.

00:32:32: Also sprich, wir können es vermeiden.

00:32:35: Das Brandschutzkostentreiber ist.

00:32:37: Natürlich ist Brandschutz nicht immer billig, aber das hat damit zu tun, die richtigen Überlegungen anzustellen.

00:32:42: Und ich glaube, dann findet man fast schon automatisch den richtigen Weg dorthin.

00:32:46: Wobei ich auch noch eins sagen muss, das war mir lange Zeit gar nicht so bewusst, dass Mies van der Rohe das gar nicht erfunden hat, dieses Motto.

00:32:53: Das war eigentlich Christoph Martin Wielandt, der eigentlich diese Eigenschaft begründert, der Weimarer Klassik.

00:32:59: Der hat bereits zu der Zeit... als Goethe hier eintraf.

00:33:03: Das muss so um siebzehn, vierundsebzig, fünfundsebzig gewesen sein.

00:33:06: Eigentlich schon gesagt, dass Minder oft mehr sei.

00:33:09: Das heißt also, wie es Van Roa hat, oder merkt man wieder, wie wichtig das ist, Geschichte zu verstehen.

00:33:14: Wie es Van Roa hat auf etwas zurückgegriffen, was über zwei Jahre alt ist.

00:33:17: Mittlerweile sind seine Gebäude selbst Baudenkwale.

00:33:21: Es gibt ein Gebäude in Berlin, da steht noch noch mitten in Berlin, das wiederum so ein Zusammenhang dazu entwickelt.

00:33:27: Dort gibt es einen Kostentreiber, dort hat man nämlich... Das Tragwerk mit bestimmten Materialien beschichtet, um die Feuerwiderstandsfähigkeit zu erhöhen.

00:33:37: Aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendig, weil in einem solchen Museum kann es derart gar nicht brennen, weil ich dort sehr hohe organisatorische Maßnahmen habe.

00:33:46: Dort hängen sehr, sehr wertvolle Bilder.

00:33:48: Es wäre schlimm, wenn da jemand einfach mit dem Feuerzeug rangehen darf und das anzünden würde.

00:33:54: Das Gebäude hat sich über fünfzig Jahre, sechszig Jahre lang super bewährt.

00:33:59: Verstehe ich da nicht so ganz, warum man dann solch eine Maßnahme, die relativ viel Kosten erzeugt hat, sozusagen angesetzt hat.

00:34:07: Ja, da kommt man dann auch mal zum Thema Kostentreiber.

00:34:10: Aber ich bin noch mal dabei, das hat mehr mit uns Menschen zu tun als mit dem historischen Gebäude selbst.

00:34:14: Okay, das heißt also derjenige, der dem das Gebäude gehört oder der am Ende da auf die Kosten blickt, der muss nicht reflexartig unbedingt blass werden, wenn er merkt, ich muss mit einem Brandschützer reden über mein Gebäude.

00:34:26: Nein, aber ruhig kritisch hinterfragen.

00:34:28: Also das und das möchte ich ausdrücklich auch auf mich selbst beziehen, dass man das jetzt nicht vielleicht falsch versteht, ja, da kritisiert da jetzt solche Dinge.

00:34:36: Nein, man muss sich selbst immer wieder auf den Prüfstatt stellen.

00:34:39: Ich habe vor, das ist relativ gemein, kann man fast schon sagen, ich wurde vor knapp zweieinhalb Jahren damit konfrontiert, ein Brandschutzkonzept, was wir vor etwa fünfzehn Jahren erstellt haben, jetzt umzusetzen.

00:34:54: Und ich sage Ihnen, klipp und klar, ich habe in diesem Brandschluss-Konzept Maßnahmen gefunden, die ich heute nicht mehr für notwendig erachte.

00:35:01: Das heißt, wir entwickeln uns doch auch alle selbst.

00:35:04: Und da muss man ganz ehrlich sein und durchaus sagen, jawohl, habe ich damals so gesehen, ich habe meine Meinung entwickelt.

00:35:13: Und das ist ja auch kein irgendeiner Fahne hinterherrennen, sondern das ist einfach die menschliche Entwicklung.

00:35:19: Da haben wir, glaube ich, in den letzten vor zwei Jahren sehr, sehr viel.

00:35:22: Auch gemeinsam mit dem Vorortrutz wirklich, das sage ich an dieser Stelle absolut gerne, voneinander gelernt und es weitergebracht und auch gemerkt, dass so wichtig Brandschutzmaßnahmen sind, auch immer wieder sich auf den Prüftern zu stellen und genau zu hinterfragen, brauche ich das wirklich?

00:35:40: Oder wäre es nur gut, dass wir es tun?

00:35:41: Und da muss man beim Bauding mal besonders hinschauen, weil beim Bauding mal muss man dann vielleicht noch mal auf etwas verzichten, was aus Brandschutzicht zwar wünschenswert wäre.

00:35:52: Aber eben um historische Schichten nicht zu verletzen, vielleicht doch lieber nicht durchgeführt werden soll.

00:35:57: Die Selbstreflektion und auch der genaue Blick scheint mir da sehr wichtig zu sein und nicht das Überstülpen von Standardmaßnahmen, von dem man ausgeht, die müssten jetzt in jedem Gebäude so anzuwenden sein, sondern da wirklich auf die Individualität des Gebäudes auch zu schauen.

00:36:13: Ich glaube, das ist klar geworden.

00:36:16: Was mich auch noch interessieren würde, Herr Geburtig, vielleicht wissen Sie das.

00:36:20: Wenn wir über die Landesgrenze hinaus schauen, gibt es im Ausland andere Methoden, die dort zur Verfügung stehen, um mit solchen Herausforderungen umzugehen, ist Ihnen da was bekannt?

00:36:31: Mir ist da schon was bekannt, weil ich sitze ja unter anderem jetzt in dem europäischen Normusausschuss zur Bewahrung des kulturellen Erbes, kann aber jetzt mit einigen Stolz sagen, dass wir von der deutschen Seite aus da sehr weit vorne sind.

00:36:46: Also diese WTA- Merkblätter, die es beispielsweise jetzt bei uns gibt, die mittlerweile auch in Englisch verfügbar sind, hat kein anderes europäisches Land.

00:36:55: Das kann man so feststellen.

00:36:58: Sehr interessantes Österreich.

00:37:00: In Österreich gibt es eine wunderschöne Veröffentlichung mit dem Titel Standards der Baudenkmalpflege vom Bundesdenkmalamt in Österreich herausgegeben.

00:37:10: Die kann man auch kostenlos downloaden.

00:37:13: ist nicht nur interessant für Brandschützer, sondern generell für alle, die sich mit dem Entwerfen und mit dem Umbauen und Entwickeln von Baudenkmalen beschäftigen, eine wirklich sehr interessante Veröffentlichung.

00:37:24: Dort ist auch ein Teil Brandschutz enthalten, aber auch die österreichischen Kollegen haben doch immer wieder einen Blick auf uns.

00:37:32: Also wir sind ja auch eine Nation, die sich immer gerne selbst kritisch sieht.

00:37:37: Aber an dem Punkt sind wir wirklich ziemlich weit vorne und mit der Freude Sie merken das ja auch, bringen ich uns da auch ein, weil ich sozusagen als Vertreter der WTA in diesem Ausschuss sitze.

00:37:49: Allerdings, das kann ich schon sagen, sind andere Länder etwas sensibler im Umgang mit Baudenkmal.

00:37:58: Das heißt, andere Nationen stellen den Denkmalschutz noch weiter nach vorne.

00:38:03: Als es in Deutschland ein Thema ist, also insofern sind wir in Deutschland durchaus auch Seitens des Denkmalschutzes bereit, sehr kompromissbereit, was viele gar nicht so wahrnehmen.

00:38:14: Ja, weil ich ja auch oft höre, ja, der Denkmalschutz, der besteht da drauf und das macht uns das Leben so schwer als Brandschützer.

00:38:21: Da kann ich wirklich sagen, nein, das stimmt nicht.

00:38:25: Die Denkmalpflege in der Bundesrepublik Deutschland ist eigentlich sehr, sehr gesprächsbereit.

00:38:30: Aber ich komme wieder drauf zurück.

00:38:31: Wir sind alle Menschen.

00:38:32: Es geht doch mal in die Richtung, weil in die Richtung.

00:38:34: Aber vor dem Grundsatz her hat sich auch die institutionalisierte Denkmalpflege sehr entwickelt in Deutschland und ist gesprächsbereit gegenüber dem Brandschutz, das sehe ich in anderen europäischen Nationen mitunter nicht

00:38:47: so.

00:38:47: Ja, danke für diesen Blick auch nochmal über den Deutschen Tellerrand hinaus und damit kommen wir zum Ende dieser Folge.

00:38:55: Ich hoffe, liebe Hörerinnen und Hörer.

00:38:56: Es ist deutlich geworden, wie anspruchsvoll und vielschichtig dieser Bereich ist und dass sich Funktionaler Brandschutz mit dem Erhalt historischer Werte durchaus verbinden lässt.

00:39:04: Herzlichen Dank, Professor Geburti, für diese spannenden Einblicke und Erfahrungsberichte zum Brandschutz in denkmalgeschützten und historischen Gebäuden.

00:39:12: Ich danke Ihnen für das anregende Gespräch.

00:39:15: Das war es für diese Folge von Feuertrutz.r.

00:39:17: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:39:18: Wenn Sie noch nicht genug haben, abonnieren Sie doch einfach jetzt noch schnell diesen Podcast.

00:39:22: Außerdem würde ich mich freuen, Sie am fünften elf in Köln begrüßen zu dürfen.

00:39:25: Dann nämlich findet die Feuertrutz-Fachtagung zu Brandschutz im Bestandschat mit vollen Vorträgen und Referenten.

00:39:31: Sie finden alle Infos zu diesem Event unter www.feuertrutz.de beim Menüpunkt Veranstaltungen.

00:39:37: Bis dahin eine gute Zeit und bleiben Sie sicher.

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